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Ein Schwangerschaftstest.

© dpa/Hendrik Schmidt

Von zwölf auf 18 Wochen: Dänemark hebt Grenze für Abtreibungen an

Die Gesetzesänderung soll Mitte 2025 in Kraft treten. Auch 15- bis 17-Jährige sollen zukünftig ohne die Erlaubnis ihrer Eltern oder die Zustimmung durch eine Kommission abtreiben dürfen.

In Dänemark sollen Frauen in Zukunft bis zum Ende der 18. Schwangerschaftswoche selbstbestimmt abtreiben können. Das teilte das dänische Innen- und Gesundheitsministerium am Freitag mit. Bislang liegt die Grenze für Schwangerschaftsabbrüche in Dänemark bei zwölf Wochen.

Die dänische Innen- und Gesundheitsministerin Sophie Løhde sagte laut einer Mitteilung: „Es gibt keinen medizinischen Beleg für die jetzige Grenze und es deutet auch nichts darauf hin, dass es deutlich mehr oder spätere Schwangerschaftsabbrüche geben wird, wenn wir die Grenze anheben.“

Die Gesetzesänderung soll Mitte 2025 in Kraft treten. Sie sieht außerdem vor, dass 15- bis 17-Jährige auch ohne die Erlaubnis ihrer Eltern oder die Zustimmung durch eine Kommission abtreiben dürfen.

Dänemark war eines der ersten westeuropäischen Länder, in denen Frauen das Recht auf selbstbestimmte Abtreibung bekommen haben. Seit 1973 können Schwangere mit Wohnsitz in Dänemark bis zum Ende der zwölften Woche abtreiben, ohne dafür Gründe angeben oder die Kosten übernehmen zu müssen. Auch danach sind Abtreibungen unter gewissen Bedingungen möglich, bedürfen jedoch der Erlaubnis einer Abtreibungskommission. (dpa)

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