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Elon Musk bei der Konferenz Offshore Northern Seas 2022 (ONS).

© Foto: Carina Johansen/NTB/dpa

Schäden für Twitter befürchtet: Gericht lehnt Musks Antrag auf Verschiebung des Verfahrens ab

Anwälte des Tesla-Gründers wollten den Termin für das Verfahren zur Twitter-Übernahme gebeten. Das Gericht entschied nun, dass der Termin im Oktober bestehen bleibt.

| Update:

Ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware hat den Antrag von Tesla-Chef Elon Musk auf eine Verschiebung des Verfahrens im Streit um ein Twitter-Übernahmeangebot abgelehnt. „Ich bin davon überzeugt, dass auch vier Wochen Verzögerung weitere Schäden bei Twitter verursachen könnten“, begründete die Richterin Kathaleen McCormick am Mittwoch ihre Entscheidung.

Musks Anwälte hatten am Dienstag vor Gericht argumentiert, dass eine Verschiebung des Verfahrens nötig ist, damit sie der Frage nachgehen könnten, ob Twitter die Sicherheit der Daten falsch eingeschätzt hat.

Im August hatte der ehemalige Twitter-Sicherheitschef Peiter Zatko, der sich als „Mudge“ einen Namen als Hacker gemacht hat, in einer Beschwerde erklärt, dass Twitter fälschlicherweise angegeben habe, einen guten Sicherheitsplan zu haben. Musk führt das als weiteren Grund an, den Kauf nicht zu vollziehen.

Musk hatte im April angekündigt, Twitter für 44 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Im Juli hatte er dann mit Verweis auf angebliche Falschaussagen Twitters zur Anzahl von Scheinkonten auf der Plattform erklärt, den Kauf nicht zu vollziehen.

Musk und Twitter haben sich deshalb gegenseitig verklagt. Twitter will, dass das Gericht den Milliardär anweist, das Geschäft zu einem Preis von 54,20 Dollar pro Aktie abzuschließen. Musk strebt eine Verfügung an, den Kauf abblasen zu können und auch nicht die für diesen Fall vereinbarte Vertragsstrafe von einer Milliarde Dollar zahlen zu müssen. (Reuters)

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